Freitag 10.09.2010

Frauenpower

Frauenpower

Der deutsche Fußball verfügt mit den Nationalmannschaften der Männer und Frauen über zwei herausragende Protagonisten. Auch wenn der Männersport in der öffentlichen Wahrnehmung und Wertschätzung sowie insbesondere in Wirtschafts- und Finanzfragen (noch) dominiert, so haben doch die Frauen, was die sportlichen Meriten anbelangt, den Männern längst den Rang abgelaufen. Immerhin schlagen bei den Frauen seit 1989 insgesamt sechs Europameisterschafts- und zwei Weltmeisterschaftstitel positiv zu Buche. Im letzteren Fall konnte der Titelgewinn von 2003 durch einen 2:0 Endspiel-Sieg gegen Brasilien im Jahre 2007 dank einer starken kämpferischen Mannschaftsleistung sogar direkt wiederholt werden.

Dieser „märchenhafte“ Erfolg und die damit einhergehende Begeisterung zeitigen jedoch gewisse Begleiterscheinungen. Konkret: in Fan- und Sammlerkreisen wächst das Verlangen, in den Besitz von entsprechenden Erinnerungsstücken zu kommen. Bei den diesbezüglichen Anstrengungen besonders hoch im Kurs stehen dabei Gegenstände, die einen persönlichen Bezug zu den Spielerinnen aufweisen.

In diesem Wissen hat sich das Deutsche Sport & Olympia Museum sofort nach dem erneuten Gewinn des Weltmeistertitels an die entsprechenden Stellen beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) gewandt, um von dort „authentische“ WM-Materialien zu erhalten. Da der DFB den Anspruch des Museums anerkennt und fördert, ein Dokumentations- und Sammlungszentrum für nationale und internationale Sportgeschichte zu sein, ließ die Unterstützung nicht lange auf sich warten.

Als attraktive Neuerwerbung und bleibende Erinnerung verfügt das Museum jetzt über das Trikot mit der Nummer 20 der 66-fachen Nationalspielerin Petra Wimbersky, die als Reservespielerin zum WM 2007-Mannschaftskader gehörte. Damit jedoch nicht genug: zusätzlich finden sich als geballte Frauenpower auf der Vorderseite die Original-Unterschriften der Teamkolleginnen.